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TonArt @ TonWerk 2017

Für die Ausstellung habe ich drei Arbeiten entwickelt.

Die Installation mit dem Titel ‚Zwitscherkosmos‘ zeigt ein Mobile mit 5m Durchmesser, welches acht Klangquellen im Raum bewegen lässt. Die Besucher können sich unter das Mobile legen, die Bewegungen der schwebenden Arme verfolgen und den Klänge lauschen, die allesamt aus der fliegenden Tierwelt stammen, jedoch in der zeitlicher Dimension modifiziert sind. In Kombination mit dem subtilen Arrangement der Klänge entsteht eine Art akustische Zauberwelt, die sich von der Wahrnehmung an der Grenze des Natürlichen bewegt… Die Tonspur durch Raum und Zeit schärft Hör- und Sehsinn!

 

Konzept: Matthias Bosshard, Ramon De Marco
Musik: Ramon De Marco
Assistenz: Vien-Ha Nguyen, Janis Ahnert, Matthias Ebinger, Thomas Lützelschwab
Photos: Maria Patzschke
 

 

Auf einer grossen 10 Meter langen Wippe erzeugt ein gefiedertes Rad eine analoge Tonspur, die der Betrachter, die Betrachterin selber auslösen muss. Die Wippe wird auf der einen Seite runterdrückt, so dass das Rad mit zunehmender Dramatik auf den Betrachter zurollt und  am Ende in den Fangbügel scheppert. Wird der Handgriff freigegeben, rollt das Rad wieder zurück in die Ausgangsposition. Die Tonspur ist so variabel, wie das Spiel mit der Balance. Ohne Aktion ist sie schlummerndes Potential und stumm. 
 
Als dritte Arbeit habe ich eine „Grusspostkarte" aus dem Leimental konzipiert, welche in der untenstehende Fotoreihe in ihrem Verfallsprozess durch Witterung und Zeit dokumentiert ist. Grösse: 180 x 100
 
 

Ich wohne seit zwei Jahrzehnten im Leimental, dessen Name sich von den lehmhaltigen Böden hier ableitet. Aus einer Baugrube in meiner Nachbarschaft holte ich den Lehm für den Storch, der auf dem rostigen Blech den hiesigen Bach die Birsig unter sich aus grosser Höhe aus der Vogelperspektive betrachtet. 
Das war die dritte Tonspur für das Tonwerk Lausen; diesmal als stiller Gruss.